Die meisten modernen medizinischen Empfehlungen beharren darauf, dass gesättigte Fette von tierischen Fetten ungesund sind. Dies trifft sehr wahrscheinlich auf Tiere aus Massentierhaltungen zu, die Hormone und Antibiotika verabreicht bekommen, sowie mit Getreide und Soja gemästet werden, die nicht zur natürlichen Nahrung der Tiere gehören. Wenn die Tiere jedoch aus einer Freilandhaltung stammen oder auf natürliche Art grasen können, nehmen sie Futter auf, wie es von der Natur vorgesehen war. Deren Fleisch ist somit fettarmer und alle im Fleisch enthaltenen Fette werden sich gesünder auf ihre Ernährung auswirken.

Fakt ist: Dieses Konzept trifft ebenso auf Fisch zu. Fisch aus Fischfarmen ist wesentlich geringwertiger als wilder Fisch. Hier füttert man Soja-, Mais- und Getreidepellets zu. Das bewirkt ein unausgeglichenes Omega-3 zu Omega-6-Verhältnis, wobei die Omega-6-Fettsäuren viel zu hoch sind. Beim wilden Fisch hingegen hält sich dieses Verhältnis die Waage, was ebenfalls gesünder für unsere Ernährung ist.

Dies lässt sich im Speziellen anhand von grasgefütterten Rindern aufzeigen. Es ist bekannt, dass diese Tiere höhere Mengen gesunder Fette wie konjugierte Linolsäuren (QA) und Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zu solchen Tieren aufweisen, die mit Korn gemästet wurden. Die positiven Auswirkungen finden sich ebenso in der Milchqualität wieder.

Neulich habe ich eine tolle Website für Deutschland entdeckt. Mein Bruder Hans, Freunde und viele Trainingskollegen bestellen dort auch ihr Fleisch, weil es aus grasgefütterter Aufzucht stammt. Die Dienstleistung ist unglaublich. Nach nur ein paar Tagen wird das Fleisch in einer abgedichteten Kühlbox direkt an die Haustür geliefert. Und die Qualität des Fleisches – einfach tadellos. Die Filet Mignons, Rindergehacktes, sowie der Käse sind sehr zu empfehlen. Es werden des Weiteren Freilandhühner und Putenwurst angeboten.

Der Qualitätsunterschied ist unverkennbar, verglichen mit dem, was man sonst im Lebensmittelladen bekommt. Hier ist die Website: www.mycow.de

Ich glaube, Bestellungen können auf dieser Website nur für Deutschland, Schweiz und Österreich aufgegeben werden. Falls Sie sich in einem anderen Land wohnen, finden Sie mit etwas Nachforschen sicher Ähnliches in ihrer Nähe. Geben Sie im Internet in Ihrer Lieblingssuchmaschine einfach den Suchbegriff „gutes Rindfleisch online bestellen“ ein. Sie werden garantiert auch fündig.

Sie können ebenso davon ausgehen, dass außer dem Fleisch aus grasgefütterter Aufzucht auch Wild fast immer gesunde fette enthält.
Sie finden hier zudem ein besseres Ernährungsprofil im Vergleich zu Tieren aus Massentierhaltung. Sollten Sie keine Möglichkeit haben dieses Fleisch oder Wild von der oben genannten Website beziehen zu können, sind die nächstbesten Alternativen gesundes Fleisch aus Bio – und/oder Freilandhaltung.

Möglicherweise wird es Schwierigkeiten bereiten, Biofleisch und Molkereiprodukte aus Freilandhaltung zu finden, es sei denn, Sie kaufen in einem Vollwertkost- oder Bioladen ein. Immer mehr Lebensmittelläden haben jedoch diese Produkte im Angebot, da die Nachfrage zunehmend steigt. Der Verbraucher ist es einfach leid, ständig von neuen Lebensmittelskandalen aus der Nahrungsmittelindustrie zu hören und sucht daher nach Alternativen. Selbst ein Eigenanbau im eigenen Garten kommt wieder in Mode, was gesundes Gemüse und Obst angeht.

Fakt ist: Sich heute gesund zu ernähren, ist nicht einfach, bedeutet eine gewaltige Umstellung und ist im ersten Moment auch eine Mehrausgabe. Kaufen Sie nur das gesündeste Fleisch, das Sie finden können, hören Sie sich nach Wild um. In den meisten Gegenden gibt es noch Jäger und Jagdvereine.

Ansonsten bleibt immer noch die Möglichkeit etwas aus Freilandhaltung und/oder Biofleisch zu finden. Zudem ist im Gegensatz zur allgemeinen Meinung, Milchfett ein sehr gesundes natürliches Fett. Jedoch NUR in natürlicher Form, wie es in roher und nicht pasteurisierter Milch von grasgefütterten Freilandkühen auftritt.

Die Technologie der Nahrungsmittelbearbeitung bringt hier jedoch die Beschaffenheit des Milchfettes durcheinander, indem die Milch pasteurisiert und homogenisiert wird (durch Aufheizen und Aufbrechen in sehr kleine Teilchen). Im Gegensatz zu rohem Milchfett wird hierbei vermutet, dass das negative Auswirkungen für unsere Gesundheit hat.

Um Rohmilch zu bekommen, müssen Sie meist die Molkereien umgehen. Opfern Sie doch mal ein Wochenende und besuchen Sie Bauernhöfe in Ihrer Nähe, die noch Milchwirtschaft betreiben. Bestimmt wird der Bewirtschafter Ihnen wöchentlich ein paar Liter Rohmilch verkaufen. Oder fragen Sie in Ihrem Biolanden oder in einem Delikatessenladen nach, was man Ihnen in dieser Hinsicht anbieten kann. Sollten Sie dennoch kein Glück haben, wäre es das einfachste ihr Milchfett einzuschränken, indem Sie fettarme Milch wählen. Bedenken Sie, dass tierische Fette von Fleisch und vollwertige Molkereiprodukte eine sehr wichtige Quelle fettlöslicher Vitamine sind. Der Verzehr von unbehandeltem Joghurt oder Käse ist hierbei empfehlenswert.

Aber Achtung überschreiten Sie nicht die Kilokalorien, die Sie für den Tagesbedarf eingeplant hatten. Vermeiden Sie allerdings Vollmilch aus einem typischen Lebensmittelgeschäft, weil diese homogenisiertes Milchfett enthält.

Glücklicherweise haben wir ein Reformhaus in unserer Gegend, welches Rohmilch verkauft. Wenn ich eine Bestellung aufgebe, wähle ich rohe Vollmilch. Falls ich keine Möglichkeit habe diese zu beziehen und gezwungenermaßen in einem Laden einer Lebensmittelkette Milch kaufen muss, nehme ich kleinere Mengen Magermilch. Somit kann ich homogenisiertes Milchfett vermeiden.

Tatsache ist, dass die Vollmilch von grasgefütterten Kühen durch ihren hohen Nährwert ein nahezu perfektes Naturprodukt darstellt. Unsere gewohnte pasteurisierte und homogenisierte Milch aus Supermärkten, welche in Massentierhaltung gewonnen wird, ist hingegen genau das Gegenteil.