Zunächst einmal haben die wenig behandelten tropischen Öle wie Kokosnuss- und Palmen-Öl sowie Kakaobutter zu Unrecht einen schlechten Ruf. Es existieren immer mehr wissenschaftliche Beweise zahlreicher positiver Auswirkungen auf die Gesundheit.

Kokosnussöl beispielsweise enthält zum größten Teil Laurinsäure, welche zu einer gesunden Ernährung beiträgt. Im modernen westlichen Kulturkreis, wo mehrheitlich unbehandelte Öle aus Sojabohnen, Mais und Baumwollsamen verwendet werden, fehlt diese Säure. Diese enthalten hingegen ungesunde mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Des Weiteren findet man im Fett von Kakaobohnen (Kakaobutter) einen Großteil eines anderen gesunden Fettes, das als Stearinsäure bekannt ist. Zusammen mit dem hohen Anteil an Antioxidantien macht sie bittersüße dunkle Schokolade (keine Milchschokolade) zu einem gesunden Genuss. Es ist daher nur offensichtlich, dass unbehandelte Ernährungsfette schlichtweg gesund sind, egal in welcher Form, gesättigt, mehrfachungesättigt oder einfach ungesättigt.

Ungesättigte pflanzliche Öle bestehen aus einer Kombination aus einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fetten (sowie einem minimalen Anteil gesättigter Fette).

Hier müssen Sie zwischen oben Genannten unterscheiden. Einfach ungesättigte Fette sind äußerst robust von ihrer Beschaffenheit, was sie länger haltbar macht (sie reagieren weniger auf Licht und Hitze). Sie finden sie in hoher Konzentration in kaltgepresstem Olivenöl, Avocados, Pekan- und Makadamia-Nüssen sowie in Mandeln.

Mit mehrfach ungesättigten Fetten wiederum sollten Sie vorsichtig verfahren. Forscher schreiben einer Fülle von raffinierten und/oder gehärteten mehrfach ungesättigten Fetten, wie z. B. Sojabohnen-, Mais- und Baumwollsamen-Öl, die Hauptursache für den rasanten Anstieg von Herzerkrankungen und Fettleibigkeit zu, der seit Mitte des 20. Jahrhunderts zu verzeichnen ist. Im Gegensatz zu einfach ungesättigten Fetten reagieren sie viel empfindlicher auf Hitze und Licht, was dazu führt, dass Toxine gebildet werden (hier muss dazu gesagt werden, dass fast alle heutigen Nahrungsmittel inzwischen behandelt sind).

Tendenziell ist zu beobachten, dass durch unsere heutige Ernährung diese Fette mehrheitlich zur Aufnahme von Omega-6 Fetten führt und somit ein Mangel an Omega-3-Fette entsteht. Beide sind essenzielle Fettsäuren, die vom Körper benötigt werden, zumal dieser sie selber nicht produzieren kann. Der beste Weg sie in reiner unbehandelter Form aufzunehmen ist durch Verzehr von Nüssen und Kernen, Wildlachs und anderen fettigen Fischen oder durch sorgfältige extrahierte Fischöle. Hierbei habe ich herausgefunden, Krillöl eignet sich hervorragend. Testdurchführungen haben ergeben, Krillöl besitzt 47-mal mehr Antioxidantien als herkömmliches Fischöl.

Irritierenderweise stellt die milliardenschwere Speiseölindustrie ihren mehrheitlich gehärteten und mehrfach ungesättigten Ölen ein völlig anderes Zeugnis aus. Gestützt durch Medien, Regierung und Arzneimittelindustrie werden diese als gesund gepriesen.
Ursachen für Herzerkrankungen werden ihrerseits gesättigten Fetten zugeschrieben.

Neutrale Studien haben dies widerlegt. Natürlich gesättigte Fette sind seit Jahrtausenden ein Nahrungsbestandteil und weisen keine schädlichen Wirkungen, wie übermäßigen Anstieg des Cholesterinspiegels, auf. In erster Linie ist Cholesterin eine heilende Substanz, welche sich an den Arterienwänden wie ein Schutzfilm ablagert. Hochtoxische Öle verursachen wiederum eine Entzündung in den Arterien, was dem Körper eine erhöhte Cholesterinproduktion signalisiert. Solche Entzündungen können ebenfalls durch raffinierten Zucker und Stärke, sowie durch Rauchen und Stress verursacht werden.

Unglücklicherweise finden wir Ölsorten, deren Bestandteile raffinierte und gehärtete mehrfach ungesättigte Fette aufweisen in fast allen Lebensmittelläden. Erschwerend kommt hinzu, dass diese ebenso in Fritteusen von Restaurants benutzt werden. Die heute daraus resultierenden Herzerkrankungen waren bis zu deren Aufkommen und Massenverbrauch faktisch unbekannt.

Dies bezieht sich logischerweise auch auf behandelte Kohlenhydrate, die ebenfalls im Zusammenhang mit Fettleibigkeit und Herzerkrankungen stehen. Im Prinzip ist es sehr einfach. Bei ausgewogener gesunder Ernährung werden Sie jegliche Fette in einem natürlichen Gleichgewicht aufnehmen. Dies hilft Ihnen auch schädliche Transfette zu umgehen, welche in einem Gros industriell produzierter Nahrung zu finden sind. Doch darauf möchte ich später näher eingehen.

Wie schon erwähnt, eignen sich gesättigte Feite, wie z.B. Kokosnuss- und Palmen-Öl oder Butter zum Kochen und Frittieren, da beim Erhitzen weniger Toxine und freie Radikale gebildet werden. Sie können natürlich alles umgehen, indem Sie ohne Öl kochen. Speisen können ebenso durch Dämpfen, Backen und Kochen zubereitet werden, was mit einer deutlichen Kalorienreduzierung einhergeht.
Alle im Vorfeld genannten Möglichkeiten stellen eine Vielfalt dar, die es Ihnen erlaubt einen äußerst abwechslungsreichen Ernährungsplan zu erstellen und sich somit viele leckere Kombinationen ergeben, die obendrein noch gesund sind.

Beispielsweise kann man Nüsse und Samenkörner in allen erdenklichen Variationen zu Joghurt, Cerealien, Brei und Salaten hinzufügen.
Hier kann ich wieder eine Empfehlung aussprechen. Ein ausgezeichnetes Öl ist „Udos Choice Perfected Oil Blend“, das ich für Salatsoßen und Proteingetränke verwende. Wir beziehen es hier in Brasilien von einem Delikatessengeschäft. Ob es in Deutschland einen Vertrieb gibt, habe ich nicht feststellen können. Das Öl ist aus sorgfältig entnommenen Ölen von Leinsamen-, Sonnenblumen- und Sesamkernen, Kokosnüssen, Reis und Haferkleie zusammengesetzt. Es weist ein ausgezeichnetes Gleichgewicht von Omega-3, Omega-6 und Omega-9-Fettsäuren sowie Mittel-Ketten-Triglyceriden (MCT) auf. Diese Mittel-Ketten-Fettsäuren unterscheiden sich von den gemeinen Lang-Ketten-Fettsäuren (LCT), die in anderen pflanzlichen Ölen vorhanden sind. Die meisten pflanzlichen Öle bestehen aus Lang-Ketten-Fettsäuren oder Triglyceriden. LCTs werden normalerweise in Ihrem Körper als Fett gespeichert, während MCTs als Energie verbrannt werden.

Probieren Sie es doch einmal selber aus! Hausgemachte Salatsoße aus 2/3 Balsamico Essig, je 1/6 kalt gepresstem Olivenöl und Udo‘ s Choice Öl. Darüber hinaus gibt es neben Erdnussbutter auch andere aus Nüssen gewonnene Butterfette. Diese kann man, wie die Öle aus Mandeln, Cashew- und Makadamia-Nüssen sowie Sonnenblumenkernen gewinnen. Wem dies nicht ausreicht für den gibt es sogar natives Kokosnussöl.