Lassen Sie mich ein für alle Mal sagen: FETT ZU ESSEN MACHT SIE NICHT FETT. Das heißt, solange Sie die richtigen Fettarten zu sich nehmen, ohne bei der Menge zu übertreiben. Ja, Fett (bei 9 Kalorien/Gramm) ist kalorienreicher als Proteine oder Kohlenhydrate (bei 4 Kalorien/Gramm). Doch, indem Sie angemessene Mengen gesunden Fettes essen, wird Ihnen das helfen, Körperfett zu verlieren und einen gesunden schlanken Körper zu bekommen. Die Verwirrung über Fett in der Ernährung ist in der modernen Gesellschaft leicht verständlich.

Nicht nur, dass Sie unterschiedliche Informationen aus der Nahrungsmittelwerbung erhalten. Noch schlimmer! Sie bekommen auch unterschiedliche Informationen aus der medizinischen Forschung und aus der Gesundheitsbranche darüber, welche Arten von Fett und welche Fettmengen Sie in Ihrer Ernährung berücksichtigen sollten.

Manche der sogenannten „Experten“ halten immer noch an der Einstellung fest, fettarme/kohlenhydratreiche Ernährung sei der beste Weg, um Gewicht zu verlieren und Herzkrankheiten zu vermeiden. Am anderen Ende des Spektrums wiederum, argumentieren „Experten“, eine fettreiche, proteinreiche, kohlenhydratarme Ernährung sei das magische Geheimnis, um Gewicht zu verlieren und Herzkrankheiten vorzubeugen.

Wie bei den meisten Argumenten der Experten liegt die Antwort irgendwo in der Mitte. Wenn Sie spezifische Bevölkerungsstudien üblicher Diäten verschiedener Populationen rund um die Welt betrachten, wird es klarer. Es gibt kein magisches Verhältnis von Makronahrungsmitteln, das Herzkrankheiten und Fettleibigkeit vermeidet. Tatsächlich gibt es neben den Makronahrungsmitteln einen völlig anderen Faktor, der wirklich kontrolliert, wie unser Körper auf Nahrung reagiert.

Der wirkliche Aspekt, der sie gesund oder ungesund macht liegt in der Behandlung der Nahrungsmittel. Sie ist der Schlüsselfaktor zum Erlangen eines schlanken und gesunden Körpers.
Zum Beispiel ist bekannt, dass Herzkrankheiten, Diabetes Typ II und Fettleibigkeit beim früheren Eskimovolk, trotz einer extrem fettreichen Ernährung, völlig unbekannt waren. Die Ernährung bestand größtenteils aus Walfett, Robbenfett, Kaltwasserfischen und Organen. Beachten Sie: Obwohl Eskimos eine sehr fettreiche Ernährung aus fast allen Tierprodukten hatten, war ihre Ernährung natürlich und enthielt keine behandelten Nahrungsmittel, welche die Mehrheit der typischen heutigen Ernährung ausmachen.

Ein weiteres Beispiel sehr gesunder Völker sind pazifische Inselvölker und einige Völker Südostasiens, bei denen Kokosnussfett 60%-70% ihres Gesamtkalorienverzehrs ausmachte. Diese Völker, deren Ernährungsbasis auf Kokosnussfett (das zu über 90 Prozent gesättigtes Fett ist) beruhte, waren zu historischen Zeiten sehr schlank. Herzkrankheiten, Diabetes Typ II und Fettleibigkeit waren praktisch bis zur Infiltration moderner westlicher Einflüsse nicht existent.

Wie die Eskimos aßen die pazifischen Inselvölker so gut wie keine behandelten Nahrungsmittel, welche typisch für eine moderne westliche Ernährung sind.

Ein weiteres Beispiel für eingeborene Völker, die sich durch enorme Gesundheit trotz einer sehr fettreichen Ernährung auszeichneten, sind gewisse afrikanische Stämme, wie die Massai und die Samburu. Diese Stämme waren dafür bekannt, dass ihre Ernährung aus roher Milch, rohem Rindfleisch und Blut bestand. Obwohl sie die 4 bis 5-fache Menge an Fett und gesättigtem Fett einnahmen, als die von Krankheiten geplagten Amerikaner, blieben diese Stämme frei von den degenerativen Einflüssen moderner Krankheiten und zeichneten sich durch sehr schlanke Körper aus!

Traditionelle mediterrane Ernährung ist ebenfalls für einen hohen Fettanteil bekannt (manchmal bis zu 70% der Kalorien) und doch erfreuten sich diese Völker sehr guter Gesundheit. Es gibt noch viel mehr Beispiele für traditionelle Ernährung von bestimmten Völkern und ihre damit verbundene überdurchschnittliche Gesundheit.

Obwohl sich diese Ernährung in ihrer Zusammenstellung der Kohlenhydrate, des Fettes und der Proteine sehr voneinander unterscheidet, hat alle traditionelle Ernährung zahlreiche gesundheitliche Vorteile gemeinsam: Die Nahrungsmittel sind in ihrem natürlichen und unbehandelten Zustand – so wie sie zum Essen gedacht waren.

Die historische Zunahme der Verwendung von hochveredelten Nahrungsmitteln wie dem veredelten Mehl, dem veredelten Zucker und dem veredelten mit Stickstoff angereicherten Gemüse-Öl geht mit dem Anstieg von degenerativen Krankheiten wie Herzkrankheiten und Fettleibigkeit einher. Die Nahrungsveredelung ist eines der Beispiele dafür, dass Technologie wirklich auch etwas Schlechtes sein kann!

Wie bereits erwähnt, brauchen die meisten Menschen angemessene Mengen von gesunden ballaststoffreichen Kohlenhydraten, Proteinen und gesunden Fetten, um die optimale Gesundheit aufrechtzuerhalten und Ihren Körper in eine Fett verbrennende Maschine zu verwandeln.

Die Einschränkung oder Eliminierung eines oder zweier dieser wichtigen Makronährstoffe wird fast immer Ihr Bestreben schlank zu werden, zunichtemachen. Jetzt, da wir festgelegt haben, dass der Verzehr von angemessenen Mengen (generell 20-40% der Gesamtkalorien) gesunder Fette Ihnen tatsächlich helfen wird, Körperfett zu verlieren, untersuchen wir doch einmal, welche Fette gut und welche schlecht sind. Als Erstes gilt es zu verstehen, dass alle in der Natur vorkommenden Fette aus entweder mehrfach ungesättigtem, einfach ungesättigtem und gesättigtem Fett bestehen. Wie viel von jedem Typ vorhanden ist, hängt davon ab, in welchem Teil der Welt die Pflanzen oder Tiere leben (d.h. welches Klima, welche Bodenart, usw.).

Um zu verstehen, welche Fette gesund und welche ungesund sind, stellen Sie sich die folgenden einfachen und doch wichtigen Fragen:
• Nahrung auf pflanzlicher Basis: Ist es ein minimal behandeltes Naturprodukt oder ein stark behandeltes chemisch verändertes Produkt?
• Nahrung auf tierischer Basis (Fleisch oder Milchprodukte): Stammt es von einer Massenproduktionsfarm, gezüchteten oder freilaufenden Tieren, mit Gras gefütterten Tieren und/oder Wild?

Wenn man sich diese Fragen einmal gestellt hat, beantwortet sich von alleine, ob gesundes oder ungesundes Fett auf unserem Esstisch gelandet ist.